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Ein größerer Generator ist nicht immer eine bessere Lösung

Ein größerer Generator ist nicht immer eine bessere Lösung

Lösung für parallele Industriegeneratoren

1. Branchenspezifische Probleme

Für Projekte mit Anforderungen an hohe erzeugungskapazität (wie 1 MW oder mehr ), ist die natürliche Wahl oft die Spezifikation eines größeren Dieselgenerators. Ein einzelner größerer Generator ist jedoch nicht zwangsläufig die wirtschaftlichste oder praktischste Lösung.

In vielen industriellen Anwendungen ändert sich die Projektleistung im Tagesverlauf. Ein einziger überdimensionierter Generator muss dennoch laufen, um die erforderliche Leistung abzudecken, selbst wenn die tatsächliche Nachfrage deutlich geringer ist. Dies kann zu einem höheren Kraftstoffverbrauch pro nutzbare Leistungseinheit und zu einer weniger effizienten Betriebsweise führen.

Es gibt zudem Probleme hinsichtlich Zuverlässigkeit und Wartung. Bei einem einzigen großen Generator führt ein schwerwiegender Fehler oder eine geplante Wartung zum vollständigen Ausfall der gesamten Erzeugungskapazität. Für kritische Anwendungen stellt dies einen einzelnen Ausfallpunkt dar.

Beschaffung und Logistik können ebenfalls komplizierter werden, wenn die Generatorgröße zunimmt. Eine sehr große Einheit erfordert möglicherweise eine höhere Transportkapazität, größere Hebeausrüstung, mehr Installationsraum und anspruchsvollere Zugangsbedingungen am Standort.

Ein weiteres verbreitetes Missverständnis ist die Annahme, dass der größte Generator automatisch den besten Wert bietet. Bei Hochleistungsprojekten stellt sich vielmehr die Frage, ob eine einzelne große Einheit oder mehrere kleinere Einheiten die erforderliche Gesamtleistung mit geringeren Lebenszykluskosten und größerer Betriebsflexibilität bereitstellen können.

Deshalb lohnt es sich insbesondere bei Anwendungen über 1 MW, vor der endgültigen Geräteauswahl eine einzelne große Einheit mit einem fachgerecht ausgelegten parallelen Mehr-Generator-System zu vergleichen.

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2. Lösung: Mehrere Generatoren parallel statt ein einzelner großer Generator

Die Lösung besteht nicht einfach darin, einen Generator durch mehrere Generatoren zu ersetzen. Entscheidend ist vielmehr die Auslegung der Generatorleistung anhand des tatsächlichen Lastprofils und der Betriebsstrategie des Projekts.

Bei einer Anwendung mit variabler Last oder hoher Zuverlässigkeit können mehrere Notstromaggregate parallel über einen gemeinsamen Sammelschiene betrieben werden. Ein Synchronisations- und Lastverteilungssystem koordiniert die Aggregate so, dass Spannung, Frequenz und Leistungsabgabe innerhalb des erforderlichen Betriebsbereichs bleiben.

Bei geringer Last können weniger Aggregate in Betrieb sein. Mit steigender Nachfrage können zusätzliche Aggregate automatisch starten, sich mit der Sammelschiene synchronisieren und die Last übernehmen. Dieser modulare Ansatz ermöglicht es, die Erzeugerkapazität genauer an die tatsächliche Nachfrage anzupassen.

Eine vollständige Parallel-Lösung sollte auch koordinierten Schutz, Leistungsschalter, Sammelschienen-Design, Überwachung und Lastmanagement umfassen. Die endgültige Konfiguration sollte auf der Lastliste des Projekts, den Anforderungen zum Motoranlauf, der Spannung, der Frequenz, der Kurzschlussleistung, der erforderlichen Redundanz und dem Plan für zukünftige Erweiterungen beruhen.

 

Warum die beiden Architekturen vergleichen?

3. Konfigurationsliste & Projektbeispiel: 7,2-MW-MTU-Generator-Parallel-System

Ein praktisches Beispiel ist ein Hochleistungsprojekt mit 7,2 MW, bei dem vier MTU-Dieselaggregat-Sätze parallel betrieben werden.

Das System besteht aus vier 1.800-kW-Aggregaten und bietet eine gesamte installierte Leistung von 7.200 kW. Die Aggregate sind über ein spezielles Synchronisations- und Parallelschalt-System miteinander verbunden, wodurch die erzeugte Leistung als ein koordiniertes Stromversorgungssystem gesteuert werden kann.

Je nach Lastanforderung der Anlage können unterschiedliche Anzahlen von Aggregaten in Betrieb genommen werden. Bei höherem Leistungsbedarf können zusätzliche Einheiten mit dem gemeinsamen Sammelschienensystem synchronisiert und die Last gemeinsam übernommen werden. Die genaue Start-/Stopp-Reihenfolge sowie die Redundanzstrategie sind anhand des Lastprofils und der betrieblichen Anforderungen des Projekts festzulegen.

Die Projekt-Konfiguration zeigt, wie eine Mehr-Generator-Architektur eine praktikable Alternative zu einem einzigen sehr großen Generator darstellt, sobald der gesamte Leistungsbedarf mehrere Megawatt erreicht.

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Empfohlene Konfiguration

Artikel

Empfohlene Konfiguration

Gesamtinstallierte Leistung

7.200 kW

Generator sets

4 × 1.800 kW

Motor

MTU-Dieselmotor

Betriebsmodus

Automatischer Parallelbetrieb

Synchronisierung

Automatische Synchronisation

Lastverteilung

Aktiv- und Blindleistungsverteilung

Paralleling switchgear

Parallelschaltungs-Schaltanlage mit gemeinsamer Sammelschiene

Generator-Leistungsschalter

Ein Leistungsschalter pro Aggregat

Schutz

Überstrom, Kurzschluss, Unterspannung/Überspannung, Unterfrequenz/Überfrequenz, Rückwirkleistung und projektspezifischer Schutz

Überwachung

Spannung, Strom, Frequenz, kW, kVA, Leistungsfaktor, Motorparameter und Alarme

Kühlung

Am Motor montiertes Kühlsystem mit Kühler

Kraftstoffsystem

Kraftstoffversorgungs- und Rückführsystem

Auspuffsystem

Abgasrohrleitung und Schalldämpfer

Startsystem

Elektrische Anlassbatterien und Batterieladegeräte

Not-Aus

Lokale und systemweite Not-Aus-Funktionen

Fernüberwachung

Optionale Fernüberwachung und Kommunikation

Lastmanagement

Optionales Lastabwurf-/Lastmanagement

Ingenieurnotiz: Die genaue Generatorleistung, die Schaltanlagenleistung, die Spannungsebene, die Sammelschienenkapazität, die Schutzeinstellungen, die Kabelquerschnitte sowie die Lastmanagementstrategie sind anhand der elektrischen Lastliste des Projekts, der Spannung, der Frequenz, des Kurzschlussstroms, der Anforderungen zum Motoranlauf und der Betriebsphilosophie zu bestätigen.

Technische Erkenntnis

Die richtige Stromerzeugerlösung ist nicht zwangsläufig der größte einzelne Stromerzeuger. Bei Hochleistungsanwendungen kann ein Vergleich einer einzigen großen Einheit mit einem parallelen Mehrstromerzeugersystem erhebliche Unterschiede hinsichtlich Beschaffungskosten, Kraftstoffeffizienz, Verfügbarkeit, Wartungsflexibilität und zukünftiger Skalierbarkeit aufzeigen.

Ziel ist es, die Architektur auszuwählen, die die erforderliche Leistung mit der besten Balance aus Investition, Betriebskosten, Zuverlässigkeit und Flexibilität bereitstellt.

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